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6. April 2009

TU-Forscher „bauen“ auf Erfolg:
Hauptpreise bei Österreichischem Baupreis gehen nach Graz

„Gold“ und „Silber“ für Projekte der TU Graz

Der Preisregen für Forscher der TU Graz reißt nicht ab. Ende der Vorwoche wurde der Österreichische Bau-Preis der Immobilien Privatstiftung vergeben. „Gold“ und damit 50.000 Euro gab es für den Grazer Bauingenieur Lutz Sparowitz vom Institut für Betonbau der TU Graz und sein Team, das erst kürzlich mit dem „Dr. Wolfgang Houska-Preis“ einen der höchst dotierten Wissenschaftspreise Österreichs erhalten hat. Ausgezeichnet wurden die Grazer Bauingenieure für ihre Arbeit zu einem Baustoff mit extrem hoher Festigkeit und damit langer Lebensdauer, der bereits in einem Pilotprojekt im Einsatz ist. Der mit 35.000 Euro dotierte zweite Platz ging an Peter Schreibmayer vom Institut für Architekturtechnologie und seine Studierenden, die mit dem Projekt „one2one“ mit neuen Wohnformen für die Zukunft überzeugten.

Der Erfolg gibt ihnen recht: Forscher der TU Graz „heimsen“ derzeit eine Auszeichnung nach der anderen ein und stellen damit die Qualität ihrer Arbeit unter Beweis. Der jüngste Erfolg ist wenige Tage alt: Ende der Vorwoche wurde der Österreichische Bau-Preis vergeben, der mit seiner Dotierung im Spitzenfeld heimischer Auszeichnungen liegt. Die Entscheidung über die Verleihung des Preises der Immobilien Privatstiftung für besonders gelungene spartenübergreifende, innovative und ökonomisch anwendbare, Lösungen auf dem Gebiet der Architektur, der Bauplanung, der Baukonstruktion und der Haustechnik, erfolgt in einem zweistufigen Auswahlverfahren; die Auszeichnung wird in zwei Kategorien vergeben. Die TU Graz wurde am 2. April in der Kategorie „Fakultäten, Institute und Dissertationen“ gleich doppelt preisgekrönt.

Ausgezeichnete Forscher

Die prämierten Projekte verbindet ihr großes Nutzenpotenzial für den Einsatz in der Praxis: Lutz Sparowitz, Michael Reichel, Bernhard Freytag und ihr Team setzten den „ultrahochfesten“ Baustoff UHPC erstmals im Brückenbau ein – die WILD-Brücke Völkermarkt ist damit die weltweit erste mittelgroße Straßenbrücke mit einer Haupttragkonstruktion aus UHPC. Ultrahochfest bedeutet dabei, dass das Material mindestens doppelt so lange hält, wodurch sich die Kosten für den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks deutlich reduzieren. Auch das Projekt „one2one“ wird bereits genutzt: Im Vorjahr präsentierte Peter Schreibmayer mit seinem Studierenden-Team visionäre Wohnlösungen, drei Prototypen wurden realisiert. Das prämierte Projekt „skin(g)span“ erlaubt mit einem einzigen modularen Element besondere architektonische Vielfalt - vom freistehenden Einzelobjekt bis zur hoch verdichteten Wohnanlage sind diverse Wohnlösungen möglich. Eine Variante steht mittlerweile als Lehrerwohnhaus in Südafrika.

Bildmaterial bei Nennung der angeführten Quellen honorarfrei verfügbar.

Rückfragen:
Mag. Alice Senarclens de Grancy
Pressesprecherin
Email alice.grancy@tugraz.at
Tel 0316 873 6006
Mobil 0664 60 873 6006

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